Arnold: VfL Wolfsburg vielleicht nicht richtiger Verein für DFB-Nominierung

Zitiere zweitausendvier

Solche öffentlichen Äußerungen vor der WM finde ich schade. Arnold ist vielleicht enttäuscht, aber ich finde, so sollte man das nicht öffentlich sagen. Auch das Argument um den Verein Wolfsburg halte ich nicht für stichhaltig. Baku und Nmecha wurden in Wolfsburg Nationalspieler. Leistungsmäßig geht es ihm gut, aber nicht auf einem so hohen Niveau, dass er zur WM mitgenommen werden müsste.

Theoretisch könnte man noch ein ZM mitnehmen, ist aber nicht zwingend notwendig. Kimich, Goretzka und Gündogan sind die besten internationalen Spieler. Musiala, Brandt und Hoffmann können die Position des ZM (offensiv interpretiert) spielen. Schlotterbeck und Ginter können die DM-Position spielen (defensiv interpretiert). Man hat also genug Spieler für DM und ZM, die (zumindest aus meiner Sicht) besser sind als Maxie Arnold.

Also muss ich sagen: Ich finde es grundsätzlich nicht gut, nur Offensivspieler im Mittelfeld zu haben. Ich denke, das ist ein ziemliches Problem. Sehen Sie sich das Spiel an, in dem England mit 2: 0 führte, Gnabry kam für Sane und Goossens. Als ob Havertz, Musiala, Gnabry und Werner auf dem Platz gebraucht würden. Du hast weiter gestanden und dich zum 2:0 kontern lassen. Absolute Absurdität für mich. In einer solchen Situation können Sie eine Sechs bringen. Enge den Raum ein und konfrontiere dich. Generell fehlt es dieser Mannschaft oft an einer defensiven Denkweise, der Gegner kann jederzeit durchbrechen.

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Musiala ist die offensive Denkweise von ZM. Richtig gut als solcher war der beste Mann auf dem Platz in Amsterdam (spielt neben Gündogan).

Brandt, Hoffmann, Schlotterbeck, Ginter: Nicht dein Ernst, oder? Sie sind vielleicht besser als Maxi Arnold, aber nicht so wie ZM.

Meiner Meinung nach könnte das Team mindestens noch einen 6er mehr gebrauchen. Ich würde zwei mitnehmen und Brandt und Adeyemi zu Hause lassen. Einfach, weil Sie in der Lage sein sollten, zu versorgen. Dazu braucht man auch keine Weltklasse-Person. Auch Dieter Eilts war keine Weltklasse. Aber er erledigte die Arbeit eines Staubsaugers in der Verteidigung, nicht mehr und nicht weniger.

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Ob Sebastien Rohde, Maximilian Arnold, Robert Andrich, Christoph Kramer oder Vitaly Yanelt: Ich denke, solche Spieler wären sehr wichtig. Brauchen Sie auch Arbeiter, die bieten können.
Ich muss sagen, dass ich es fatal finde, dass Flick bei der 2:0-Führung in England gar nicht erst an eine größere Abwehr denkt und mit seinem Kurs keine Schlüsse aus dem Spiel gezogen und keine 6 mehr mitgenommen hat mit Kimmich.

Brandt und Adeyemi sind übrigens auch keine internationale Klasse auf ihren Positionen. Dies wird kein Argument gegen Arnold (oder Rohde oder Andrich oder Kramer oder Janelt) sein.

Ich habe dabei kein gutes Gefühl. Meiner Meinung nach fehlt der Mannschaft eine defensive Denkweise. Wenn sie gegen einen großen Gegner 1:0 führen, werden sie es nicht halten können. Niedriger stehen, den Raum verengen und Widerstand leisten ist einfach nicht geplant. Und hey, auch kleine Teams (wie Ungarn) können das, es ist keine hohe Kunst, es braucht auch keine Weltklasse-Leute. Aber es ist ein Spaziergang, den man meistern muss, wenn man irgendwo ankommen will.

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Dazu erfordern einige Spielsituationen Battle Worker, die defensiv denken und hart angreifen. Das kann man weder von Julian Brandt noch von Jonas Hoffmann erwarten. Ebenso kann man Schlotterback auf Platz 6 der Nationalmannschaft nicht als Alternative in Betracht ziehen, da er 4 Spiele in der U19-Bundesliga absolviert hat. Und Ginter auch. Nein, es ist keine Position, auf der er sich hervorgetan hat (in ein paar Spielen, vor langer Zeit).

Für Rode, Andrich, Janelt oder Kramer gäbe es meiner Meinung nach genauso viele Argumente wie für Arnold. Aber zwei von fünf wären für mich in der Aufstellung. Die Balance stimmt nicht, nicht jeder kann immer offensiv denken. Es funktioniert nicht. Deutschland ist nicht stark genug, um Spiele einfach durch Angriffe zu gewinnen. Ich habe solche Angst.

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