Bei rund 14.400 Punkten: DAX weiter im Seitwärtstrend


Marktbericht

Stand: 23.11.2022 18:23 Uhr

Den dritten Tag in Folge tut sich in der deutschen Führung nicht viel. Angesichts neuer Daten der US-Notenbank hat sich kein Investor getraut.

Die Anleger hatten heute die gleiche Stimmung wie die ganze Woche über. Der DAX pendelte auf hohem Niveau um die Marke von 14.400, für den Rest reichte es aber nicht. Am Ende eines glanzlosen Tages schloss Deutschlands Leitindex nahezu unverändert bei 14.427 Punkten, ein Miniplus von 0,04 Prozent.

Viele neue Finanzinformationen aus Europa und den USA konnten die Anleger heute nicht davon überzeugen, ihre Ersparnisse zu verlassen. Einzig die Zinsfutures der Fed stehen ganz oben auf der Agenda der Anleger. Am Abend könnte es jedoch Aufmunterung geben, wenn das Protokoll der letzten Zinssitzung der Federal Reserve (Fed) veröffentlicht wird.

„Oft sind es nicht die kleinsten Details, sondern die subtilen Veränderungen, die die Anleger glücklich machen“, sagt Makler Craig Orlam aus Orlando. Generell erwartet die US-Notenbank eine langsame Bewegung an den Aktienmärkten. „Allerdings müssen die Zinsen deutlich angehoben werden, um die Inflation weiter zu bekämpfen“, sagte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG.

Ändern Sie die Wirtschaft ab dem 23.11.2022

Anne-Catherine Beck, HR 2022-11-23 10:51 Uhr

China und es gibt kein Ende

Auch die Corona-Unsicherheit in China wirkt sich vor allem über die Rohstoffmärkte auf das Geschehen aus. Auch die Ölpreise standen heute aufgrund der strengen Corona-Beschränkungen der Pekinger Regierung stark unter Druck. Die Pest hängt wie ein Damoklesschwert über den Märkten.

Wall Street verteidigt Eröffnungsgewinne

Auch die Anleger in New York warten gespannt auf das Protokoll der Fed. Hinzu kommt eine lange Woche: Am Donnerstag stoppt der US-Handel für den Feiertag „Thanksgiving“. Viele Einzelhändler nutzen dies mit dem darauffolgenden „Black Friday“-Feiertag.

Der Aktienmarkt erholt sich derweil weiter vom Vortag und steigt weiter. Der Leitindex Dow Jones legte um rund 0,3 Prozent zu, der techlastige Nasdaq um rund 0,8 Prozent.

Am Vortag übersprang der Dow erstmals seit drei Monaten wieder die Marke von 34.000 Punkten. Mit dieser Sitzung von rund 19 Prozent seit Mitte Oktober setzen Anleger darauf, dass die Fed bei der nächsten Zinssitzung Mitte Dezember ihr Tempo reduzieren könnte.

Auch Lesen :  Subventionen für Amazon - Wirtschaft

„Das Risiko für die Märkte besteht darin, dass die Währungsbehörden restriktiver sein könnten als erwartet“, sagte ein Marktbeobachter. Dadurch kann sich auch der Zinssatz erhöhen.

US-Unternehmen expandieren auftragsbezogen

In der Zwischenzeit sollte die Börse heute eine Liste mit neuen US-Konjunkturdaten erstellen. Im Oktober erhielt das Unternehmen einen überraschenden Auftrag. Bestellungen für feste Güter wie Flugzeuge und Maschinen stiegen Monat für Monat um 1,0 Prozent, teilte das Handelsministerium heute in Washington mit. Volkswirte rechneten nur noch mit einem Plus von 0,4 Prozent nach einem Plus von 0,3 Prozent im September.

„Das ist ein Zeichen für anhaltende Investitionen der Unternehmen“, begründet Helaba-Ökonom Ralfcircul die Situation. „Trotz der Stimmungseintrübung, die sich in den letzten Monaten auch in der verarbeitenden Industrie gezeigt hat, scheint die Branche weiter zu wachsen.“

Eine unerwartete Anzahl von Startprogrammen

Auf dem US-Arbeitsmarkt hingegen ging es in der vergangenen Woche unerwartet stark nach unten. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sei um 17.000 auf 240.000 gestiegen, teilte das Arbeitsministerium mit. Analysten hatten nur 225.000 Bewerbungen erwartet, gegenüber 223.000 letzte Woche. Aufgrund des „Thanksgiving“-Feiertags am Donnerstag wurden die Daten einen Tag früher als üblich veröffentlicht.

Die Stimmung unter den US-Verbraucherhütern verschlechtert sich

Die Situation der Einkaufsmanager in den USA hat ein beispielloses Risikoniveau erreicht. Die Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für das verarbeitende Gewerbe und den Arbeitsmarkt fielen im November stark und fielen beide unter die 50-Punkte-Schwelle, teilte das britische Finanzunternehmen heute mit.

Der Preisindex der Unternehmen fiel von 50,4 Punkten im Oktober auf 47,6 Punkte. Im Dienstleistungssektor sank der entsprechende Wert im November von 47,8 auf 46,1 Punkte. In beiden Bereichen war der Stimmungsumschwung stärker als erwartet. Auch der Index liegt unter der 50-Punkte-Marke, was auf eine Rezession hindeutet.

Die deutsche Wirtschaft ist eingefroren

Aus der deutschen Wirtschaft kamen am Morgen ermutigende Daten. Der Verbraucherpreisindex der inländischen Institute – Unternehmen und Dienstleistungen zusammengenommen – stieg um 1,3 auf 46,4. Das teilte der Finanzdienstleister S&P Global mit. Allerdings blieb das an den Finanzmärkten viel beachtete Barometer den fünften Monat in Folge unter 50, da es Wachstum zeigte.

Auch Lesen :  Alarmruf aus der deutschen Wirtschaft: ,,Preisbremsen reichen nicht!‘‘ | Geld

Der Euro befindet sich weiterhin in einem Aufwärtstrend

Die Aussicht auf eine geringere Zinsdifferenz zwischen Dollar und Euro hilft der Gemeinschaftswährung derzeit, den Dollar wieder in die Parität zu bringen. Bis zum Mittag weitete der Euro seine Kursgewinne auf 1,0358 $ aus. Die Europäische Zentralbank legte einen Kurs von 1,0325 (Dienstag: 1,0274) Dollar fest.

Der größte Teil der Wirtschaft unterstützte den Dollar nicht. Das besser als erwartete Vertrauen der University of Michigan und ein Anstieg der Inlandsverkäufe waren gemischt. Insgesamt zeichnete sich kein klares Bild der US-Wirtschaft ab, eine unmittelbare Rezessionsgefahr bestand jedoch nicht.

Siemens Energy ist im DAX bewertet

An der Spitze des DAX steht der Energieversorger des Siemens-Konzerns Siemens Energy mit einem Plus von rund 2,5 Prozent. Auf der anderen Seite mieden Händler Nokia Healthineers nach dem Rückgang. Die Aktie des Medizintechnikkonzerns bildete mit einem Kursrückgang von rund 3,0 Prozent das Schlusslicht. Die Analysten von Jefferies halten die Aktie von früheren Käufen zurück. Angesichts des Personalmangels und der hohen Investitions- und Baukosten waren die Experten der Investmentbank vorsichtig, was das Wachstum des Systems im nächsten Jahr angeht.

Tarifvertrag bei VW

VW-Aktien erhöhen ihre Verluste. Nach mehr als 16 Stunden “intensiver Verhandlungen” hat Volkswagen am Mittwochmorgen eine Einigung über den Tarifvertrag des Unternehmens erzielt. Die IG Metall und der Wolfsburger Autobauer haben sich auf eine Gehaltserhöhung von 8,5 Prozent und eine Einmalzahlung von 3.000 Euro über zwei Jahre geeinigt.

Uniper wird zum Fass ohne Boden

Die Rettung des Gasriesen Uniper wird für Deutschland teurer als bisher angenommen. Zusätzlich zu den bereits angekündigten Rettungsplänen muss ein genehmigtes Kapital in Höhe von 25 Milliarden Euro durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage geschaffen werden, teilte der Konzern heute mit. Damit soll das durch weitere Verluste in den Jahren 2022, 2023 und 2024 geschwächte Eigenkapital teilweise wiederhergestellt werden. Zusammen mit bereits angekündigten oder laufenden Maßnahmen könnte die Rettung von Deutschlands größtem Gasversorger 1,5 Milliarden Euro kosten.

Auch Lesen :  Betriebsrat von Ford Saarlouis: Standort Valencia wird teurer

Uniper, ein Mitglied des SDAX, macht seit mehreren Monaten Verluste, weil der Konzern billigere Gaslieferungen aus Russland finden musste. In den ersten neun Monaten dieses Jahres verdiente Düsseldorf 40 Milliarden Euro.

Manchester United teilt Geld?

Die Aktien des britischen Fußballklubs stiegen im Londoner Handel um fast elf. Die US-Eigentümer von Manchester United erwägen den Verkauf des englischen Premier-League-Teams. Wie das Unternehmen mitteilte, erwägt die Familie Glazer ausländische Investitionen, um das Wachstum anzukurbeln.

„Als Teil des Prozesses wird der Vorstand alle anderen Optionen in Betracht ziehen, einschließlich neuer Investitionen in den Club, Verkauf oder alles, was das Unternehmen betrifft.“ Die Ankündigung kam vier Stunden nach der Bekanntgabe, dass Manchester United und Fußballstar Cristiano Ronaldo ihren Vertrag gekündigt hatten.

Die Aktionäre der Credit Suisse stimmen einer Kapitalerhöhung zu

Die Aktionäre einer angeschlagenen Schweizer Bank haben einer Kapitalerhöhung zugestimmt. In einer überraschenden Generalversammlung stimmten über 90 Prozent für den Bewirtschaftungsplan, wie die Credit Suisse mitteilte. Unter anderem bekommt die Saudi National Bank aus Saudi-Arabien einen Anteil von 9,9 Prozent. Es gibt zusätzliche Käufe für bestehende Eigentümer. Insgesamt sollen die neuen Aktien voraussichtlich vier Milliarden Franken in die Kasse bringen. Mit diesem Rettungsplan will die Bank nach einem Milliardenverlust aus der Krise kommen.

HP plant außerdem, weitere Mitarbeiter zu entlassen

Der US-Computerhersteller HP plant den Abbau von weltweit 4000 bis 6000 Stellen bis Ende des Geschäftsjahres 2025. Für die Restrukturierung könnten Kosten und sonstige Kosten von rund einer Milliarde Dollar aufgewendet werden, teilte das Unternehmen gestern Abend mit. Für das vierte Quartal kündigte HP einen Umsatzrückgang um elf Prozent auf 14,8 Milliarden US-Dollar an. In der Vergangenheit haben einige Technologieunternehmen wie Amazon und Meta Pläne zur Entlassung von Arbeitnehmern aufgrund des wirtschaftlichen Abschwungs angekündigt.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button