Berliner Kult-Imbiss nach 35 Jahren abgerissen – das plant der neue Pächter

Nach 35 Jahren gibt es den Currywurststand auf der Olympiabrücke nicht mehr. Der neue Mieter möchte es jedoch im neuen Jahr wiedereröffnen. was plant er.

Currywurst mit hausgemachter Soße, Berliner Schnauze vom Grill: Für viele ist der Imbiss „Olympische Brücke“ Kult. Das ist einer der wenigen verbliebenen Currywurstbuden in Berlin ohne Schickimicki, ohne Spezialsoße aus der Weltraumforschung“, schreibt ein Besucher auf der Online-Bewertungsplattform. Aber der Snack ist schon vorbei – für mindestens zwei Monate.

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Viel ist nicht mehr übrig: Der Imbiss auf der Olympiabrücke wurde abgerissen.
Viel ist nicht mehr übrig: Der Imbiss auf der Olympiabrücke wurde abgerissen. (Quelle: Pejman Darwisch)

Der neue Mieter will (fast) alles im Diner beim Alten halten

„Die Spuren, die Frau Rose hinterlassen hat, sind sicherlich sehr groß. Da passe ich wohl nicht rein”, sagt er zu t-online. – Aber ich werde mein Bestes tun. Im Stand soll alles beim Alten bleiben: vor allem das Geschirr. Deshalb war er vor Schließung drei Wochen im Fitnessstudio und hat sich dort alles zeigen lassen.

„Ich habe beim Kochen mitgeholfen, Fleischbällchen zubereiten gelernt, sie haben mir alle Rezepte gegeben und reife Kunden kennengelernt“, sagt der 40-Jährige. Die gleichen Lieferanten werden ihm weiterhin Wurst bringen. Und natürlich ließ sich Darvish auch von Claudia Rose zeigen, wie Currysauce gemacht wird. „Es ist absolut erstaunlich“, schwärmt er.

Auch Darvish will in Zukunft etwas Neues anbieten: „Vielleicht Chicken Wings und Chicken Nuggets und einen einfachen Burger – einfaches Patty, Salat, Tomate, Gurke, Käse, fertig.“ Ansonsten wollte er alles so lassen wie es war. „Es ist einfach ein Kultlokal, typisch Berlin, und das soll auch so bleiben.“ Darvish will in seinem Wurstladen selbst der Grill sein. Er plant, von Montag bis Samstag von 9 bis 19 Uhr zu arbeiten. Sowohl bei Fußballspielen als auch bei Konzerten im Olympiastadion.

Claudia Rose (links), Kollegin Evelyn Bogach (rechts) und neuer Mieter Peyman Darvish: Claudia Rose eröffnete den Imbiss 1987 mit ihrem damaligen Partner.
Claudia Rose (links), Kollegin Evelyn Bogach (rechts) und neuer Mieter Peyman Darvish: Claudia Rose eröffnete den Imbiss 1987 mit ihrem damaligen Partner. (Quelle: privat)

Die Idee, einen Imbiss zu übernehmen, kam vor drei Jahren von einem Berliner. “Also sagte ich zu Frau Rose: ‘Wenn Sie jemals eine Snackbar verkaufen, wäre ich interessiert.’ Als sich herausstellte, dass sie tatsächlich zurücktrat, bewarb er sich beim Landratsamt als Nachfolger. Und hol dir das Nicken. “Den Behörden gefiel, dass ich alles so lassen wollte, wie es war.”

Darwish betreibt jetzt einen DHL- und Lotterieladen in der Reichstraße, nur wenige Straßen vom Currywurst-Stand entfernt. Er selbst speiste regelmäßig im Imbiss an der Olympischen Brücke, und Claudia Rose war seine Kundin. Darwish kennt viele Leute in der Ecke, er gibt auch Schwimmunterricht bei den Wasserfreunden Spandau. “Es ist einfach meine Nachbarschaft geworden.” Dafür wird er künftig auch Currywurst braten.

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