Börsenrally geht weiter – Dax tritt in den Bullenmarkt ein

Düsseldorf Die deutsche Marktrallye geht weiter. Auch der Dax legte im Tagesverlauf um 0,3 Prozent zu und notierte bei 14.231 Einheiten. Das Tageshoch liegt bei 14.263 Punkten. Am gestrigen Donnerstag, nach dem Rückgang der US-Inflation, gab es einen Kurssprung und der Guide beendete den Handel bei 14.146 Punkten, einem Plus von 3,5 Prozent oder umgerechnet 480 Punkten.

Mit den heutigen Kursgewinnen tritt Dax wieder in einen Bullenmarkt ein. Dafür waren 14.234 Probanden erforderlich, was seit dem Rückgang eine Steigerung von 20 Prozent bedeutet. Ein Anstieg um 20 Prozent ist die klassische Definition eines Bullenmarktes. Wer nach dem Jahresrückgang von 11.862 Punkten Ende September einen solchen Anstieg prognostiziert hätte, hätte zumindest müde gelächelt.

Aber was passiert als nächstes? Ein plötzlicher Kursrückgang auf 13.000 Punkte oder darunter ist zweifelhaft. So ein Treffen kann länger dauern, als viele Sparer denken. Folgekäufe sind nach starken Handelstagen keine Seltenheit.

So seien laut Kapitalmarktanalyst Thomas Altmann vom Investmenthaus QC Partners einige Verkäufer nun zum Kauf gezwungen. „Wer einst schlank war und jetzt mit seinen Anlagemodellen kaufen muss, hat keine Wahl“, erklärt er.

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Und es gibt eine sehr kurze Meinung im Markt – sowohl unter Ökonomen als auch unter normalen Anlegern, wie wir aus den Meinungsumfragen der Frankfurter Wertpapierbörse und dem Euwax Sentiment der Börse Stuttgart entnehmen können.

>> Lesen Sie hier die Kommentare: Die Märkte sollten die neuen US-Inflationsdaten nicht zu sehr feiern
Einige der Positionen zu niedrigen Preisen wurden möglicherweise bereits am gestrigen Donnerstag geschlossen, was das Ereignis zusätzlich unterstützte. Und die heutigen neuen Höchststände sollten kleine Trader in Panik versetzen, da der Schaden weiter zunimmt.

Denn wenn Leerverkäufer ihre Positionen schließen, müssen sie Aktien kaufen, was dazu führt, dass die Kurse zurückkehren. Denn um auf niedrige Kurse zu setzen, müssen sie Aktien ausleihen und sofort wieder verkaufen, in der Hoffnung, sie vor dem Rückgabetermin günstiger zurückkaufen zu können. Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Rücknahmepreis ist der Gewinn.

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Ja, an diesem Freitag wird es Gewinnmitnahmen geben – zumindest für diejenigen, die sich nicht an Finanzmodelle halten müssen. Das gestrige Tageshoch von 14.157 Punkten ist ein kurzfristiges Hoch.
Zu Beginn des heutigen Handels eröffnete der Dax höher, weil das heutige Tief von 13.172 Punkten höher ist als gestern. Anleger sollten bereit sein, diese Lücke während des Handels zu schließen, z. B. Preise um 14.157 Punkte. Alles kann darauf hindeuten, dass die Preise steigen.

Für Jörg Scherer, Technischer Analyst bei HSBC Deutschland, liegt das nächste Ziel bei über 14.709 Punkten. Das ist der höchste Punkt im vierwöchigen Markt von Anfang Mai bis Anfang Juni. Die erste wichtige Unterstützung liegt bei 13.948 Punkten über August.

Der gleitende 200-Tage-Durchschnitt ist immer noch da

Unabhängig davon dürfte der Dax regelmäßig wieder unter die 200-Tage-Linie fallen. Das könnte „sehr schlecht“ werden, der stabile Trend ist vorbei, ein neues Tief unter 11.862 ist möglich.
Das Tief des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts wird derzeit bei 13.602 Punkten gehandelt, Anleger sollten dieses Signal weiter beobachten. Denn Anleger, deren Einstieg für Kurse oberhalb der 200-Tage-Linie zu riskant war, können auf andere Ereignisse warten. Da es sich um einen Lehrgang handelt, dreht sich diese Linie wieder.

Normalerweise gibt es einen Pullback in der Nähe der Aufwärtstrendlinie – als letztes Signal Pullback genannt. Das Risiko ist also gering. Preise über dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt sind die klassische Definition eines langfristigen Aufwärtstrends.

Der Inflationsanstieg in Deutschland, der mit 10,4 Prozent der höchste seit 1951 ist, spielt am Markt offenbar keine Rolle. Im September liegt die Inflationsrate noch bei 10,0 Prozent.
Dies hängt wahrscheinlich mit den unterschiedlichen Strategien der Zentralbanken zusammen. Anders als bei der EZB hat die Inflationsbekämpfung für die Notenbank in den USA Priorität.

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Die Reaktion auf der anderen Seite des Atlantiks auf den Rückgang der US-Inflation ist offensichtlich. Laut dem Tool Fed Watch der Chicagoer Börse erwarten 85 Prozent der Analysten nun eine Zinserhöhung von 50 Prozent auf der Dezember-Sitzung. Am gestrigen Donnerstag, vor der Veröffentlichung, lag dieser Kurs bei 56 Prozent.

Der Euro stieg weiter und notierte mit 1,03 Dollar so hoch wie seit einem Vierteljahr nicht mehr – der Dollar hingegen verlor so stark an Wert wie seit fast 14 Jahren nicht mehr.

Auch die Lockerung der strengen Corona-Regeln in China hat den Markt beflügelt. Die Null-Covid-Strategie der vergangenen Monate hat das Wachstum in China deutlich gebremst. Dies gab den Investoren Hoffnung, die Nachfrage nach Industriegütern aus der Volksrepublik zu steigern. Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee stieg um 3,2 Prozent auf 96,65 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Der Preis von Bitcoin fällt weiter

Investoren haben die Entwicklungen rund um den Zusammenbruch der Krypto-Börse FTX mit Argusaugen verfolgt, die laut Insidern nach neuen Mitteln suchen. Eine Reihe von Ländern hat Unternehmensvermögen eingefroren, um den Zusammenbruch der Branche zu verlangsamen. FTX war in Schwierigkeiten, weil Kunden große Geldbeträge abzogen. Branchenprimus Binance wollte daraufhin FTX übernehmen, stieg aber in letzter Minute aus. Die Bitcoin-Kurse waren 2,7 Prozent niedriger bei 17.3334 $. „Ansteckungsrisiken und Sorgen wegen der Finanzkrise bleiben hoch“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research.

Lagertechnik trifft Markt

Der heutige Handelstag konzentriert sich auf Wachstumsaktien. Denn ihr hoher Wert am Donnerstag half der Rallye. Im Dax stiegen die Zalando-Aktien um 13,8 Prozent und die Sartorius-Aktie um acht. Und im MDax rangiert Delivery Hero mit einer kombinierten 18,6 vorn. Dies war das Ergebnis der US-Inflation, die nicht zu einem so hohen Zinsanstieg hätte führen dürfen.

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Am Freitag setzen sich die Kursgewinne fort. Die Aktien von Zalando stiegen um 6,4 Prozent und Delivery Hero stieg um 9,1 Prozent.

Diese Wachstumsaktien werden jedoch möglicherweise nicht so schnell zu ihren alten Werten zurückkehren. Sowohl Zalando als auch Delivery Hero sind trotz der gestrigen Gewinne seit Jahresbeginn um fast 60 Prozent gefallen. Es ist unwahrscheinlich, dass das Aktienwachstum in einem Bärenmarkt aufrechterhalten wird.

Konzentrieren Sie sich auf individuelle Merkmale

Fortgeschrittene Fertigungsunternehmen: Papiere mit starkem Geschäft in China sind gefragt. Die Aktien von Gucci-Eigentümer Kering stiegen auf 5,2 Prozent und LVMH auf 3,7 Prozent. Die starken Zahlen des Richemont-Teams sorgten für weitere Ermutigung. Die Aktien des Schmuckherstellers Cartier stiegen in Zürich um mehr als ein Fünftel an die Spitze und lagen knapp sieben Prozent hinter dem Konkurrenten Swatch.

Vereinigte Internet: Der Anteil stieg um 2,7 Prozent auf rund 20 Euro.Medienberichten zufolge schreiten die Planungen für den Ionos-Marktanteil des Internetanbieters voran. Das Finanzinstitut Bloomberg berichtete, dass die für den Börsengang ausgewählten Konsortialbanken: JP Morgan, Deutsche Bank, Berenberg und BNP Paribas. Rechnerisch werden etwa vier Milliarden Euro überwacht. United Internet plant, Ionos-Aktien im Herbst 2021 öffentlich umzutauschen.

Salzgitter: Die hohen Energie-, Transport- und Transportkosten hinterlassen tiefe Spuren in den Ergebnissen des Metallkonzerns. Nach einem Rekordgewinn im ersten Halbjahr ging der Gewinn vor Steuern im dritten Quartal um 41 Prozent auf 174,7 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen bestätigte jedoch seine Prognosen. Allerdings stieg die Aktie um rund 5,5 Prozent.

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