Coronavirus: Bundesärztekammer hält Ende der Isolationspflicht für „medizinisch vertretbar“

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Die Bundesärztekammer hält die Abschaffung des Isolationsgebots für „medizinisch gerechtfertigt“

In den ersten Bundesländern endet die Verpflichtung zur Isolierung von mit dem Coronavirus infizierten Personen In den ersten Bundesländern endet die Verpflichtung zur Isolierung von mit dem Coronavirus infizierten Personen

In den ersten Bundesländern endet die Verpflichtung zur Isolierung von mit dem Coronavirus infizierten Personen

Quelle: dpa/Bernd Weißbrod

Unter Berufung auf die Erfahrungen anderer europäischer Länder hält Klaus Reinhardt, Präsident der Deutschen Ärztekammer, die Abschaffung der Verpflichtung zur Corona-Isolation für „medizinisch gerechtfertigt“. Wer hustet oder niest, soll nach wie vor zu Hause bleiben, sagt der Verband der Hausärzte.

DDie Abschaffung der Verpflichtung zur Isolierung von Corona-Infizierten in mehreren Bundesländern sieht die Bundesärztekammer nicht als problematisch an. Angesichts sinkender Infektionszahlen und des überwiegend milden Krankheitsverlaufs sei dieser Schritt „medizinisch gerechtfertigt“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). „Das zeigen auch die Erfahrungen anderer europäischer Länder, die diesen Schritt bereits gegangen sind.“ Der Deutsche Hausärzteverband forderte die Eigenverantwortung der Patienten.

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein gaben am Freitag bekannt, dass sie die Verpflichtung, sich vom Coronavirus zu isolieren, für positiv Getestete aufheben werden. Reinhardt wies darauf hin, dass es sich bei den Isolationspflichten um „einschneidende freiheitsbeschränkende Maßnahmen“ handele, die „zum jetzigen Zeitpunkt unverhältnismäßig“ seien. Aus seiner Sicht wäre es aber wünschenswert, „dass sich die Bundesländer auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen einigen“.

Denn es dürfte schwierig sein, „Menschen in einem Bundesland dazu zu bringen, strenge Isolationsauflagen einzuhalten, auch wenn sie asymptomatisch sind, wenn es in einem Nachbarstaat keine vergleichbaren Beschränkungen gibt“, sagte Reinhardt. „Es ist wichtig, dass die Menschen lernen, mit diesen Einrichtungen auf eigene Gefahr und Rücksicht umzugehen.“

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„Ob es eine gesetzliche Isolationspflicht gibt, ist eine politische Entscheidung“, sagte der Bundespräsident des Deutschen Hausärzteverbandes Markus Beier der „Rheinischen Post“. „Aus medizinischer Sicht muss die Devise lauten: Wenn Sie krank sind, bleiben Sie zu Hause. Niemand, der hustet und niest, sollte in einem Büro oder in einem überfüllten Zug sitzen.“

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Aus hausärztlicher Sicht zeige die Erfahrung, „dass es ausnahmsweise ist, dass ein Patient einen positiven Schnelltest auf das Coronavirus hat, aber keine Symptome zeigt“, sagte Beier. „Wenn also alle mit Symptomen konsequent zu Hause bleiben, dann sind praktisch nur sehr wenige Menschen von der Änderung der Isolationsauflagen betroffen.“

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