Fußball – Berlin – Viele Welten für Unions Ruhnert: Buch, Bundesliga, Bundestag – Sport

Berlin (dpa) – Oliver Runnert beendet nach seiner mittlerweile sehr erfolgreichen Tätigkeit beim 1. FC Union Berlin möglicherweise seine Karriere als Bundesliga-Trainer und findet einen möglichen Wechsel vom Fußball in die Politik sehr attraktiv. „Ich kann mir gut vorstellen, dass Union Berlin als Manager, wie ich es jetzt mache, meine einzige Station im Profifußball ist“, sagte der Irons-Geschäftsführer im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Sauerland, der als Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Iserlohner Stadtrat sitzt, will eine zweite Karriere als Bundestagsabgeordneter nicht grundsätzlich ausschließen. „Ich bin keine 40 mehr, ich bin noch nicht einmal 70. Ja, keine Frage“, sagte Runnert zum politischen Ausblick. Das Hindernis dabei ist, dass er dann aus seinem geliebten Sauerland in die Hauptstadt reisen muss. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, am Ende für den Bundestag zu kandidieren, gering.

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In seinem Buch „Das Geheimnis seines Erfolgs, Vom Sauerland über Schalke zur Union“, das nächste Woche erscheint, widmet sich Ruhnert neben seiner außergewöhnlichen Karriere als Quereinsteiger ohne Berufserfahrung in eine Fußballinstitution auch der Arbeit eines Kommunalpolitikers . Parallelen sieht der 50-Jährige in seinen Tätigkeitsfeldern.

„Es gibt eine Blase im Profifußball, wo wir uns in einem elitären Raum befinden. Die Blase bedeutet oft, dass man die Probleme anderer vergisst. Wenn fünf Euro uns nicht reichen, müssen wir wissen, dass acht oder zwölf Euro für andere sind.“ die wegen des Fußballs hierher kommen – das ist viel Geld. Das ist in der Politik nicht anders. Ich muss sagen, dass beide Bereiche manchmal den Bezug zur Realität verlieren. Deshalb denke ich, dass es Parallelen gibt. Beide haben eine enorme gesellschaftliche Wirkung”, sagte Runnert.

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Der ehemalige Leiter der Jugendabteilung von Schalke 04 hält nach wie vor an Union Berlin fest. Der unerwartete Sturm an der Tabellenspitze der Bundesliga tut Ruhnert noch immer nicht gut. „Wir sind auf der Überholspur, und wir sind seit mehreren Jahren auf der Überholspur. Irgendwann muss man die Überholspur verlassen, weil man überholt wird. Wir versuchen natürlich, den Fuß so lange wie möglich auf dem Gaspedal zu halten, aber wir wissen auch, dass in drei Wettbewerben irgendwann der Tank leer ist“, sagte er zur sportlichen Situation in der Union.

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Auch die Arbeit bei Union alle vier Tage mit Spielen bringt einen persönlich ans Limit. „Jetzt kann ich nicht einmal mehr ein Buch lesen. Die Ausnahme ist banal, nur vor dem Fernseher sitzen und irgendeinen Blödsinn gucken, dann einschlafen, aufwachen und nicht wieder einschlafen können. Es ist eher eine Herausforderung, weil einem dann alles über den Kopf wächst“, sagte Runnert.

© dpa-infocom, dpa:221103-99-364002/2

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