Gmünd, Eggenburg – Für die Wissenschaft: Krokodilschädel im Computer-Tomographen

Diese Pflanze ernährte sich hauptsächlich von Fischen und lebte vor etwa 20 Millionen Jahren. Es war auch ein echter Waldviertler: Das Eggenburger Krokodil, mit dem wissenschaftlichen Namen „Gavialosuchus eggenburgensis“, lebte einst in der Mündung des Eggenburger Meeres.

Zuletzt war er mit Thomas Capellmann, einem Pionier der Computertomographie, im MR/CT-Diagnostikzentrum Gmünd. Nicht als lebendes Krokodil – keine Sorge. Der fossile Krokodilschädel wurde in Zusammenarbeit mit Fritz Steininger, langjähriger Präsident der Kraholtz-Gesellschaft in Eggenburg und einer der Gestalter des dortigen Kraholtz-Museums, untersucht.

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Das entsprechende Alter wird übrigens wissenschaftlich als „Eggenburger“ bezeichnet. „Mit der Computertomographie lassen sich Erkenntnisse über das Fossil gewinnen, ohne es zu zersägen“, erklärt Capellmann. Es wurde im 19. Jahrhundert von Johann Kraholtz im Raum Eggenburg ausgestellt und befindet sich heute im Museum.

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Das Ergebnis soll eine genauere Einordnung ermöglichen

„Die von uns erstellten Bilddaten werden an ein paläozoologisches Institut in London geschickt, wo ein Experte den Schädel vermisst, um das Tier genauer klassifizieren zu können“, sagt Capellmann. Das Fossil wurde von einem in London ansässigen Forscher nach Maß gefertigt und mithilfe der Volumen-Rendering-Tomographie rekonstruiert. Es erstellt 3D-Bilder als Visualisierung der durch CT gewonnenen Daten.

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Es entstand ein 3D-Bild des Fossils – ohne es zersägen zu müssen.

Bild:
Privatgelände


Bei seinen täglichen Untersuchungen befasst sich Thomas Kappelmann meist mit bildgebenden Verfahren an Organen, dem Bewegungsapparat oder allenfalls Schädel und Zähnen von Menschen. Die Arbeit an einem Fossil war auch sein erster Job. „Es war ein Experiment, um zu sehen, ob es überhaupt funktionieren würde“, sagt er. “Es war das Gegenteil, es hat sehr gut funktioniert.”



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