Kritik zu Spirited: Will Ferrell und Ryan Reynolds haben mehr Spaß als das Publikum

Ryan Reynolds ist nicht nur ein Hollywoodstar, sondern auch ein Meister des (Auto-)Marketings. Wie vor zwei Jahren nutzte er eine Anzeige für einen Peloton-Heimtrainer, der in den sozialen Medien auseinandergerissen wurde, um den viralen Ansturm der Berüchtigten anzuheizen Die Frau des Peloton gegenüber seiner Alkoholmarke Amerikanischer Air-Gin ging als genialer Geistesblitz in die Werbegeschichte ein. Kein Wunder also, dass er nach Netflix (Dwayne Johnson, Gal Gadot und alle zusammen 20 Millionen Dollar für „Red Notice“) nun auch Apple TV+ aufgab: Er und sein Partner Will Ferrell wurden für das Weihnachtsmusical gecastet.Spannend„Jeder entschädigte für eine Traumgage von 20 Millionen Dollar pro Kopf. Der Goldrausch in der Streaming-Branche ist noch nicht vorbei …

… und gut, dass Reynolds nun das Marketing-Genie von Apple TV+ Original verkörpert, wenn auch diesmal teuflisch. So liegt es meistens an Will Ferrell, in seiner bekannten, gutmütigen und naiven Männer-Kind-Mode – wenn auch immer wieder durchbrochen von rohen (Meta-)Gags – für gemütliche Urlaubsstimmung zu sorgen, die sowohl die Idee für einen Weihnachtsfilm als auch das Gefühl- Bewusster Gegenpol zu guten Musicals. Nicht allzu fern liegt die Idee, dass „Daddy’s Home“-Regisseur Sean Anders und sein Co-Autor John Morris Charles Dickens‘ „A Christmas Carol“ als Vorlage für „Spirited“ wählten, vor allem weil der Name „Dickens“ gute „Schwanz“-Witze macht ( = „Penis“). Wie viel Spaß man dabei hat, hängt in erster Linie davon ab, wie sehr man sich von der (Spiel-)Freude der beiden Hauptdarsteller mitreißen ließ.


Ryan Reynolds und Will Ferrell sind vielleicht keine Musikexperten, aber sie haben ansteckenden Spaß.

Auch Lesen :  Endlich bestätigt: Einer der besten Filme des Jahres kommt nach Deutschland – und zwar schon sehr bald! - Kino News

Der Geist des Weihnachtsgeschenks (Will Ferrell) hat es mit Hilfe des anderen Geistes der Feiertagsvergangenheit (Sunita Mani) und des Geistes der Zukunft der Zukunft (Stimme: Tracy Morgan) erneut geschafft: Morose Karen Blansky (Rose Byrne ) in der Weihnachtsnacht zu einem besseren Menschen – und mit etwas Glück werden ihre künftigen guten Taten genug Wellen schlagen, um die Welt ein wenig besser zu machen.

Aber nach Weihnachten ist vor Weihnachten – also ist die Auswahl für das nächste Jahr gleich zu Hause: Wir suchen jemanden, für den eine Umstellung den größten positiven Einfluss auf die Zukunft hätte. Letztlich fällt die Entscheidung dem Werbeexperten Clint Briggs (Ryan Reynolds) zu, dessen Marketingfirma nach dem „Feed Hate“-Prinzip agiert und sofort einen erbitterten Kulturkampf entfacht, nur um noch ein paar Weihnachtsbäume zu verkaufen. Clint gilt jedoch als absolut falsch – kein Wunder. Schließlich setzt sogar sein bester Freund Kimberly (Octavia Spencer) alles daran, den Rivalen seiner Nichte aus der achten Klasse, Wren (Marlow Barkley), bei den Schulwahlen zu vernichten.

Wie in (vorher) einer weihnachtlichen Karaoke-Bar

Spirited ist das musikalische Debüt von Ryan Reynolds, und seine stimmlichen Fähigkeiten haben ihm sicherlich nicht den Job eingebracht. Gut möglich, dass der „Free Guy“-Star den Job nur annahm, um seinem musikerprobten „Nemesis“ Hugh „The Greatest Showman“ Jackman in einem seit Jahren tobenden Marketing-Streit eine Ohrfeige zu verpassen, der nun mit einer Zusammenarbeit bei „Deadpool“ endet 3″. “. “. Aber wie dem auch sei: Die musikalischen Sequenzen in Spirited, die für die Plotentwicklung eigentlich nicht unbedingt notwendig sind, aber die Spielzeit auf über zwei Stunden erhöhen, wirken wie Karaoke-Sessions von Multimillionären, die es sich locker leisten können, Unsummen an die Tänzerinnen und Tänzer zu zahlen Hintergrund und kitschige Hintergründe in jeder Situation. Die hart arbeitenden Amateurlevel von Reynolds und Ferrell passen eigentlich perfekt.

Auch Lesen :  Madonna teilt seltene Aufnahmen von ihren sechs Kindern - Fans fällt etwas auf

Dass der Name der Horror-Nachbarin, die von Rose Byrne verkörpert wird und in der Eröffnungssequenz immer alle zeigt, „Karen“ lautet, ist offensichtlich kein Zufall, sondern eine Anspielung auf das beliebte Karen-Meme. Wenig später fragt sich einer der Helfergeister, ob es wirklich jemanden gibt, der für seinen (möglicherweise erwachsenen) nach dem Tod da ist Suchverlauf zu entfernen. Auch wenn Dickens’ Handlung einzig und allein darauf abzielt, die wahre Bedeutung von Weihnachten zu erkennen, reißen einen solche Gags (wohl mit Absicht) dennoch aus der inzwischen aufblühenden Weihnachtsstimmung. Das führt zu einer wirklich absurden Nummer Gaga, in der uns der Gesang von Will Ferrell weismachen lässt, dass im London des 19. Jahrhunderts ein „Good Afternoon“ zur Begrüßung mehr oder weniger dasselbe bedeutete wie heute ein gepflegtes „Fuck You“.


Notfalls kommt der Weihnachtsgeist (Will Ferrell) seinem Ziel näher …

Immer wenn der Geist der jetzigen Feiertage wieder mit einem Lied zurückkehrt, versucht sein Vorgesetzter Marley (Patrick Page) ihn sofort zu stoppen – und auf die Frage, warum die Leute die ganze Zeit singen, lautet die Antwort, dass Complete Beyond einfach eine Musical-Single ist. Spirited ist in dieser Hinsicht ein seltsamer Hybrid, bei dem Ferrell und Reynolds mit den Weihnachtshymnen ihr Bestes zu geben scheinen, aber gleichzeitig Regisseur Sean Anders das Netz und den doppelten Boden enger zieht, indem er immer wieder die vierte Wand durchbricht.

Auch Lesen :  Buch-Trends Herbst 2022: Diese 5 Bücher lesen wir jetzt

Dies wird jedoch erst im letzten Drittel zu einem Problem, wenn das Publikum zu viel Spielzeit zu spüren beginnt und echte Emotionen erforderlich sind, um Clint auf der Zielgeraden wieder auf den richtigen Weg zur Tugend zu führen. Der Selbstmord eines Achtklässlers muss verwendet werden, um den Film wieder in Gang zu bringen – und ob es ein Zeichen von Online-Belästigung ist oder nicht, scheint ziemlich verzweifelt zu sein. Sicher, das ist seit vielen Jahren der Erfolgstrick von Ryan Reynolds, egal was er tut – aber mit einem Körnchen Salz über allem steht, verhindert, dass „Spiritual“ eine dauerhafte Weihnachtsstimmung erzeugt.

Zusammenfassung: Regisseur Sean Anders und sein Co-Autor John Morris werfen in Charles Dickens’ überarbeiteter Musikversion von „A Christmas Carol“ alle erdenklichen Elemente und Tonalitäten ein – zum Glück macht die schiere Freude, Will Ferrell und Ryan Reynolds zu spielen, alles gerecht so zusammen.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button