Länder schlagen Alarm – Kaum Wohnraum für Flüchtlinge: Deutschland am Limit! | Politik

Im Jahr 2022 kamen insgesamt 217.774 Menschen zum Schutz nach Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Statistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (POMF).

Thomas Lasse-Müller, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, hat bereits gewarnt: „Wir haben keinen freien Wohnraum mehr auf dem Land.“ Dies ist der Unterschied zwischen der Situation in den Jahren 2015 und 2016. Auch nach Deutschland flohen Menschen.

BILD-Umfrage zeigt: Viele Bundesländer sind bereits am Limit!

Nationen schlagen Alarm

▶︎ Th Sektorkoordination des Berliner Senats Besorgniserregend: Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten „verfügt über 31.476 Plätze in Regelunterkünften. Davon sind aktuell 474 Plätze frei“ – für die gesamte Metropole.

Da die Nachfrage jedoch “die verfügbaren Plätze bei weitem übersteigt”, werden viele Flüchtlinge sogar in Notunterkünften wie den ehemaligen Flughäfen Tempelhof und Tegel untergebracht.

▶︎ Mehr Bayern Schon am Limit: Die bayerischen ANKER-Zentren (Re: „Ankunft, kommunale Verteilung, Entscheidung und Rückführung“) sind überfüllt – aktuell sind sie zu fast 103 Prozent ausgelastet (Stand: 9. Januar). Die Anschlussunterkünfte hinken etwas hinterher und sind zu 94,5 Prozent belegt.

▶︎ Rheinland-Pfalz: Von insgesamt 7450 Plätzen sind derzeit 6157 Plätze belegt, was einer Auslastung von 83 Prozent entspricht. Daher mussten neue Niederlassungen wie Bitburg, Bernkastel-Kues und der Flughafen Hahn geschaffen werden.

▶︎ Erst seit Kurzem verfügt die Landesaufnahmebehörde über die Kapazitäten Niedersachsen Dreimal so viel wie 15.000 Sitzplätze – aber zwei Drittel sind bereits wieder besetzt. Das niedersächsische Innenministerium erklärt jedoch, es habe noch „einen guten Puffer“, aber der Wohnungsmarkt sei „grundsätzlich auch in Niedersachsen sehr angespannt“.

▶︎ Koordinierendes Ministerium Brandenburg Auf BILD-Anfrage erklärt er: „2022 wurde das Einschulungsziel um 108 Prozent übertroffen und spiegelt die angespannte Wohnungssituation wider.“

▶︎ „Die Immatrikulationslage im Land Sachsen-Anhalt ist insgesamt angespannt. Das gilt sowohl für das Land als auch für die Kommunen“, erklärt das Innenministerium. Sachsen-Anhalt.

Innenministerin Tamara Zieschang (52, CDU) sagt zu BILD: „Länder und Kommunen können erwarten, dass die Zentralregierung alles in ihrer Macht stehende tut, um illegale Einwanderung und illegale Sekundärmigration über die Balkanroute zu kontrollieren.“

▶︎ In Wohngemeinschaften Mecklenburg-Vorpommern Mehr als 83 Prozent der insgesamt 6.412 Sitzplätze sind belegt (Stand: November 2022).

Rund 9.950 Wohnungsplätze gibt es in Mecklenburg-Vorpommern für ukrainische Kriegsflüchtlinge – davon sind nur noch 200 verfügbar.

▶︎ Es ist noch etwas Platz frei Schleswig-Holstein: Von den bis Ende Januar verfügbaren 7.000 Plätzen sind 4.500 Plätze belegt. Allerdings kamen im vergangenen Jahr rund 30.000 Menschen aus der Ukraine nach Schleswig-Holstein. Hinzu kommen etwa 8.000 Asylsuchende.

In ▶︎ Sachsen Von den 7.811 Plätzen in Aufnahmeeinrichtungen sind derzeit 5.256 Plätze belegt – das entspricht einer Auslastung von 67 Prozent. Die Sächsische Landesdirektion weist jedoch darauf hin, dass es in der Praxis nicht möglich ist, alle Plätze in einer Aufnahmeeinrichtung zu besetzen. Denn: Um Konflikte zu vermeiden, werden Familien und Frauen getrennt von allein reisenden Männern untergebracht. Bedeutet: Die realistische Auslastung ist hoch.

▶︎ Hessen Es hat die Kapazitäten für die Erstaufnahme im Jahr 2021 bereits stark erweitert. Ergebnis: Die aktuelle Auslastung beträgt nur noch 58 Prozent. Frühaufnahmezonen sollen Kommunen entlasten: Sie geben den Kommunen eine Vorlaufzeit, bevor Flüchtlinge und Migranten mit ihnen ankommen.

▶︎ Staatliche Frühaufnahmeeinrichtungen sind verfügbar Nordrhein-Westfalen 79 Prozent belegt, zentrale Notunterkünfte (inkl. Notunterkünfte) 81 Prozent.

Auch Städte und Gemeinden schlagen Alarm

Städte und Gemeinden in Deutschland haben nach Angaben ihrer Spitzenverbände zunehmend Probleme, adäquate Unterkünfte für Flüchtlinge zu finden, warnt Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, im “Handelsblatt”.

„Viele Städte und Gemeinden haben ihre Kapazitäten zur Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen längst erreicht“, sagte Landsberg. In Turnhallen, aber auch in freistehenden Gebäuden in Gewerbegebieten werden einige Hotelzimmer angemietet und behelfsmäßige Herbergen eingerichtet. “Es kann nicht mehr beliebig erweitert werden.” Dieses Thema soll endlich von der Zentralregierung als „wichtig“ deklariert werden.

In Deutschland haben im vergangenen Jahr so ​​viele Menschen Asyl beantragt wie seit 2016 nicht mehr. Laut Jahresstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stellten in Deutschland 218.000 Menschen erstmals einen solchen Schutzantrag. Das sind knapp 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund eine Million Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die im vergangenen Jahr in Deutschland aufgenommen wurden, mussten keinen Asylantrag stellen. Sie erhalten sofort vorübergehenden Schutz auf der Grundlage der EU-Richtlinie.

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