Lotto-Laden von Sabine Schell muss schließen

Ein riesiger Geschäftsverlust
:
Sabine Schell musste ihr Lottogeschäft in Niederbachem schließen

Durch die Corona-Epidemie, den Krieg in der Ukraine und die Baustelle vor ihrer Tür verlor Sabine Schell bis zu 50 Prozent Umsatz. Jetzt schließt er sein Lotteriegeschäft.

Sehr erfolgreich war die Baum-Wunschaktion, die Esther Zettelmeyer wieder mit dem Ortsvorsteher des Tages der offenen Tür (OGS) Ricky Jäger-Fuhr organisierte: Rund 150 Geschenke überreichten die Niederbachemer Bürgerinnen und Bürger nach den Wünschen der Kinder und verpackten sie . Lottogeschäft von Sabine Schell.

Schells Laden diente sozusagen auch als Sammelstelle. Das sei in diesem Jahr sehr sinnvoll, „weil mehr Kinderwünsche eingegangen sind als im Vorjahr“, betonte Jäger-Fuhr. Wünsche kommen von Kindern aus armen Familien, darunter viele Flüchtlinge aus der Ukraine, erklärte der Leiter der OGS.

Gott sei Dank stießen die vielen Kinderwünsche in diesem Jahr auf eine große Spendenbereitschaft der Niederbachemer: „Am Ende hatten wir mehr Schenkende als die Kinderwünsche“, freute sich Esther Zettelmeyer. Als Jäger-Fuhr gestern von Ladenbesitzerin Sabine Schell ein Geschenk für die kleinen Schreiberinnen ihrer Wunschliste erhielt, war Schell etwas enttäuscht. Aufgrund der großen Nachfrage und des großen Zuspruchs wollen Zettelmeyer und Jäger-Fuhr dieses Projekt auch im kommenden Jahr fortsetzen.

Allerdings mussten beide ohne Schells Hilfe auskommen: Sabine Schell will ihren Laden zum 31. Juli schließen: Das zahlt sich die Frau nicht mehr aus – nach dem jüngsten Umsatzeinbruch von rund 50 Prozent, wie sie sagt. . Aus ihrer Sicht gibt es viele Gründe, das Geschäft zu schließen.

Kaufen Sie es als Gemeindehaus in Niederbachem

2018 übernahm Sabine Schell, heute 57 Jahre alt, das kleine, aber feine Lokalgeschäft von Esther Zettelmeyer. Schließlich war und ist der Laden nicht nur ein Ort, an dem man Lotto- und Toto-Tickets kaufen kann. Dort können Sie auch Zeitungen, Zeitschriften, Gebrauchtwaren und Schreibwaren kaufen. Für viele Kunden war der Laden aber wichtiger als soziales Netzwerk, wo man Neuigkeiten aus dem Dorf austauschen konnte und wo es immer Kaffee gab. „Das ist die wichtigste Anlaufstelle der Stadt“, bestätigt Esther Zettelmeyer, die einmal wöchentlich im Laden aushilft.

Doch Sabine Schell hatte von Anfang an mit externen Problemen zu kämpfen, die ihr Geschäft stark beeinflussten. Begonnen hat alles mit dem Umbau des Vorgartens am Henseler Hof im Herbst 2018, der bis 2019 andauerte und viele Kunden abschreckte, so Schell. Dann folgten zwei Jahre Corona-Epidemie, gefolgt von Russlands gewalttätigem Krieg in der Ukraine, der zu einem starken Anstieg der Verbraucherpreise und einer Verunsicherung der Verbraucher führte.

Als ob dem nicht so wäre, begannen in diesem Sommer die Bauarbeiten vor der Ladentür von Schell: Wie schon mehrfach gesagt wurde, begann die Gemeinde mit der Sanierung des Gemeindehauses am Henseler Hof. Schade für Schell, „weil viele Kunden wegen der Baustelle denken, wir haben geschlossen und kommen nicht“.

Lange bezahlte Schell sein entgangenes Geschäft aus dem Lotteriegeschäft mit dem Gehalt seines Zweitjobs – er arbeitete in einem Supermarkt im Berkumer Einkaufszentrum. Schließlich sind ihm seine „Stammkunden aus Niederbachem“ sehr wichtig.

Ende Juli soll es fertig sein

Aber jetzt ist es für Sabine Schell an der Zeit zu sagen: „Ich kann nicht mehr lange arbeiten“. Deshalb hat er sich nun entschlossen, sein Geschäft aufzugeben. Voraussichtlich Ende Juli, es sei denn, der Vermieter findet einen Ersatz, der ihn noch ausbilden kann. Im Moment sieht es nicht gut aus: “Der Nachfolger ist leider noch nicht eingetroffen.”

Es gibt jedoch gute Nachrichten, wenn es um Konsistenz geht. Statt Schells Geschäft als Sammelplatz für die nächste Kampagne ist laut Esther Zettelmeyer der Wunschbaum im kommenden Jahr bereits gefunden. Bäcker Michael Panzer, der sein Geschäft auf der anderen Straßenseite betreibt, hat sich bereit erklärt.

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