Mainz-Boss Christian Heidel: “WM-Boykott wäre Schwachsinn” – Fußball

Die Vergabe der WM an Katar ist weltweit kritisiert worden. Doch Christian Heidel hält einen WM-Boykott für keine gute Idee. Der Sportdirektor von „Mainz 05“ hat eine unmissverständliche Meinung:

Der Sportdirektor von Mainz 05 ist bekannt dafür, klare Worte zu finden. Wohl wissend, dass seine Äußerungen mitunter auf Kritik stoßen. Der 59-jährige 05-Boss ist immer geradeheraus und nimmt kein Blatt vor den Mund, auch wenn es um die anstehende WM in Katar geht.

“Ein WM-Boykott wäre dumm”

Die Fußball-Weltmeisterschaft und der Katar-Preis werden zu Recht kritisiert, pflichtet Christian Heidel bei. Aber ein Boykott „wäre für mich kompletter Blödsinn“, sagte Heidel gegenüber SWR Sport. „Vier Wochen vor der WM, um zu entscheiden, dass wir diese WM boykottieren. Ich frage mich, warum die Proteste vor zehn Jahren nicht so groß waren wie heute.”

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Man merkt Chef 05 an, dass er Recht hat: „Ich glaube, die Fehler in Katar waren vor zehn Jahren viel größer als heute. Ich erinnere mich nur, dass sie sagten, es sei irgendwie bestochen worden. Aber der politische Hintergrund war schon vor zehn Jahren so richtig diskutiert worden. Und ich kann mich an niemanden erinnern, der gesagt hat, wir sollten diese Weltmeisterschaft boykottieren.”

Heidel versteht die Aussagen von Uli Hoenes

Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß löste einen medialen Feuersturm aus, als er sich vor einigen Wochen für eine verständnisvolle Vergabe der WM an Katar einsetzte. Heidel stimmt Hoenes zu: „Ich bin etwas näher dran an Uli Hoenes. Ich muss klar sagen: Ich glaube nicht, dass die WM in Katar alles schlechter machen wird, aber es wird viel besser werden. Katar kommt durch die WM nicht an die Standards der freien Welt heran, das ist mir ganz klar. Aber ich glaube trotzdem, dass es vielleicht besser wird. Und dann wurde etwas erreicht. Deshalb bin ich unmissverständlich dafür, bei dieser WM zu spielen und immer darüber zu reden, was in diesem Land nicht passiert, ist in Ordnung.”

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Heidel kritisiert die Vergabe der WM grundsätzlich

Dass die WM in einem Wüstenland ausgetragen wird, ist das eine. Aber Christian Heidel regt sich auch auf ganz andere Weise auf: „Ich bin ein großer Kritiker der Tatsache, dass Katar überhaupt gewählt wurde. Wenn Sie sich für die Ausrichtung der WM im Sommer 2022 bewerben, ist es mir absolut unerklärlich, dass Sie zehn Minuten nach der Wahl feststellen, dass es dort warm ist, wir spielen im Winter.”

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Alle Länder sollten ihren Spielkalender ändern

Heidel sieht folgende Herausforderung: „So, jetzt muss die ganze Fußballwelt, jedes Land seinen Fußballkalender umstellen.“ Der Sportdirektor der Rheinhessen weiter: „Das hat jetzt nichts mit Politik zu tun.

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