Maßnahme gegen Inflation: EZB erhöht Leitzins – aber nicht mehr so stark

Aktualisiert: 15.12.2022 15:07

Die EZB kämpft gegen steigende Inflation und weitere Zinserhöhungen. Der Leitzins im Euroraum steigt um 0,50 Prozent auf 2,50 Prozent. Im Herbst erhöhte sich der Zinssatz in zwei Schritten um jeweils 0,75 Punkte.

Im Kampf gegen die Inflation erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen nicht wie zuletzt. Währungshüter um Notenbankchefin Christine Lagarde beschlossen, den Leitzins um 0,50 auf 2,50 Prozent anzuheben.

Der an den Finanzmärkten festgelegte Zinssatz erhöhte sich um den gleichen Betrag auf 2,00 Prozent. Dies ist der vierte Anstieg in Folge. Im September und Oktober erhöhte die EZB die Zinsen in großen Schritten um jeweils 0,75 Prozent. Der EZB-Rat hat im Juli erstmals seit elf Jahren die Leitzinsen im Euroraum von null auf 0,5 Prozent angehoben. Geldmanager haben die Inflation lange als vorübergehend interpretiert und daher nur kontinuierliche Anpassungen eingeleitet, beispielsweise die US-Notenbank.

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Bereit, auf einige Bäume zu klettern

In der heutigen Entscheidung haben Vermögensverwalter erklärt, dass sie bereit sind, einige Zinssätze anzuheben. „Die Zinsentscheidungen des EZB-Rates werden weiterhin situationsabhängig sein und von Sitzung zu Sitzung entschieden“, fügte er hinzu. Zuletzt hat sich die Inflation im Euroraum erstmals seit Mitte 2021 leicht verlangsamt.

Die Inflationsraten fielen im November auf 10,0 Prozent nach 10,6 Prozent im Oktober. Diese Daten verstärkten die Erwartungen, dass die Inflation beginnen wird zu steigen. Die Notenbank will stabile langfristige Zinsen im Euroraum und hohe Zinsen.

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Höhere Zinssätze verteuern Kredite, was die Nachfrage dämpft und der Inflation entgegenwirken kann. Dies kann jedoch gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung des Finanzsektors dämpfen, der seit Monaten mit den Folgen des Krieges in der Ukraine und einem deutlichen Anstieg der Energiepreise zu kämpfen hat. Laut einer aktuellen Erklärung des EZB-Chefvolkswirts Philip R. Lane gehen Ökonomen jedoch davon aus, dass die Rezession „klein und von kurzer Dauer“ sein wird.

Die EZB will die Anleihebestände abbauen

Die EZB kündigte zudem an, ab Anfang März mit dem Abbau der durch jahrelange Anleihekäufe angeschwollenen Notenbankmittel zu beginnen. Dieser ist mittlerweile auf 8,5 Billionen Euro angewachsen. Allein das Anleihenportfolio der beiden vor kurzem beendeten größten Programme APP und PEPP betrug rund 5 Billionen.

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Die US-Notenbank hat am Mittwoch die Leitzinsen um 0,5 Prozent angehoben. Die Fed führte einen moderateren Ansatz ein, signalisierte aber weitere Zinserhöhungen. Die Zinsen in den USA liegen mittlerweile zwischen 4,25 und 4,50 Prozent.

ARD-Börse: EZB hebt Zinsen leicht an – was an der Börse passiert

Volker Hirth, ARD Frankfurt, 15. Dezember 2022 15:06 Uhr

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