Mitglieder der “Letzten Generation” klettern auf Brandenburger Tor

Polizeieinsatz in Berlin

Klimaprotestierende wurden vom Brandenburger Tor abgeholt


Aktivist "Die letzte Generation" Sie wird am 9. November 2022 vom Brandenburger Tor herabgelassen (Bild: rbb/Kerstin Breinig)

rbb/Kerstin Breinig

Ton: rbb 88,8 | 09.11.2022 | Anya Hoff | Bild: rbb/Kerstin Breinig

Zuletzt blockierten Mitglieder der Gruppe “Letzte Generation” mehrfach die Straßen in Berlin – am Tag des Mauerfalls protestierten sie am Brandenburger Tor. Es waren zwei Frauen, die sich aneinander klammerten. Inzwischen wurden sie aus dem Gebäude abgesenkt.

Zwei Mitglieder der Klimaprotestgruppe „Lost Generation“ sind am Mittwochmorgen auf das Brandenburger Tor in Berlin-Mitte geklettert und haben dort ein Transparent entrollt. Der Videoinhalt zeigt, wie zwei Arbeiter mit Hilfe einer Hebebühne zuerst auf den oberen Teil heben und dann nach oben klettern.

Die beiden Frauen seien von Spezialkräften der Höhenrettung zu Fall gebracht worden und befänden sich nun im Zwischengeschoss des Brandenburger Tors, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch um 13 Uhr gegenüber RBP. Es gibt auch einen Kran. Der Polizeisprecher sagte, die beiden Frauen hätten sich nicht gewehrt. Demonstranten klammerten sich zuvor auf dem Dach des Brandenburger Tors aneinander.

Aktivisten "Die letzte Generation" besetzten das Brandenburger Tor und entrollten ein Banner von der Quadriga.  (Quelle: rbb)
| Bild: rbb

Kritik an Klimaaktivisten

Am 9. November, dem Tag des Mauerfalls, trugen sie ein Transparent mit der Aufschrift: „Es lebe alle – Tag der Einheit – Wir sind alle die letzte Generation.“ „Ihr müsst jetzt entscheiden, ob ihr zusammen leben oder zusammen sterben wollt“, sagte ein Sprecher der Organisation „Lost Generation“. Nach Angaben der Zentralregierung gab er am Donnerstag ein Interview. Die Polizei entfernte das Banner am Mittwochnachmittag.

Die Gruppe ist zuletzt heftig in die Kritik geraten. Sie wurden beschuldigt, Menschenleben gefährdet zu haben, indem sie die Straße blockierten. Hintergrund Bei einem Unfall in Berlin-Wilmersdorf kam ein 44-jähriger Radfahrer im Krankenhaus ums Leben. Ein Rettungsfahrzeug der Feuerwehr war auf der A100 aufgrund des Einsatzes der „letzten Generation“ im Stau stecken geblieben. Der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge hatte der Notarzt jedoch keinen Einfluss auf eine mögliche Rettung der Frau als das verspätete Auto.

17 Mal blockierten Aktivisten Rettungsaktionen

Unterdessen sollen Krankenwagen mit Blaulicht seit dem Sommer in 17 Fällen wegen Straßenblockaden durch Demonstranten nicht fahren können. Das teilte der Senat auf Anfrage der FDP mit, über die zuerst der „Tagesspiegel“ berichtete.

In manchen Fällen geht es um die Wiederbelebung von Notfallpatienten durch einen Notarzt. In 13 Fällen wurde festgestellt, dass Feuerwehren aufgrund von Verkehrsstaus, die durch den Protest verursacht wurden, bei Ankunft und Einsatz verzögert wurden. In beiden Fällen sollten andere Krankenwagen alarmiert werden. Krankenwagen mit Patienten blieben auf dem Weg zu Krankenhäusern zweimal stecken.

Ausstrahlung: rbb24 Inforadio, 9. November 2022, 9 Uhr

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