Mönchengladbach bejubelt Sieg bei Hofmann-Rückkehr

Aktualisiert am 11.04.2022 22:40

  • Die Borussia beendete eine Negativserie von vier Pflichtspielen in Folge ohne Sieg.
  • Der Sieg über den VfB katapultierte Gladbach vorerst auf den siebten Platz.
  • Jonas Hoffmann trifft nach verletzungsbedingter Pause wieder.

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Mit Rückkehrern Jonas Hofmann Borussia Mönchengladbach schaffte nach drei Pflichtspielniederlagen in Folge den Sieg. Die Mannschaft von Trainer Daniel Farke gewann am Freitagabend dank Hoffmanns schnellem Comeback-Tor in der vierten Minute mit 3:1 (2:1) beim VfB Stuttgart. Torschützenkönig Markus Thuram (25.) traf vor 53.178 Zuschauern erneut für die Borussia. Den letzten Punkt erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit Patrick Herman, der gerade für den erschöpften Hoffman eingewechselt worden war. Mit dem ersten Sieg gegen Stuttgart seit fast vier Jahren sprang die Borussia zu Beginn der 13. Runde auf den siebten Tabellenplatz.

Die mit Thiago Thomas (35.) erfolgreichen Schwaben warten weiter auf ihren ersten Auswärtssieg des Jahres. Die Mannschaft von Interimstrainer Michael Wimmer bleibt auf Platz 15 mit elf Punkten in Abstiegsschwierigkeiten.

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Ausschlaggebend für Gladbachs Erfolg war Hoffmanns frühe Führung, die wie eine Erlösung wirkte. Nur 17 Tage nach seinem Schulterbruch bei der Pokalniederlage gegen Zweitligist Darmstadt kehrte der Nationalspieler in die Startelf zurück und zeigte sofort seinen immensen Wert für die Borussia. Der Allrounder warf die Vorlage von Alasan Plea ins VfB-Tor.

Jonas Hoffmann ist bereits bei der WM dabei

Eindrucksvoller hätte der 30-Jährige nicht zeigen können, dass er trotz der Verletzung bereit für die WM in zwei Wochen in Katar ist. Hoffmans Stärke ließ im Laufe des Spiels nur nach.

Mit einem frühen Rückstand bewies der VfB einmal mehr seine Müdigkeit in frühen Spielen. Hoffmanns Treffer war bereits der achte Gegentreffer in der ersten Viertelstunde dieser Saison – so früh hat derzeit kein anderer Bundesligist so viele Gegentore kassiert. Stuttgarts Leistungssteigerung im Spiel nach rund einer halben Stunde kam zu spät.

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Leichtsinnig und bundesliga-unwürdig verhielt sich die Abwehr des VfB, als sie das hervorragend herausgespielte zweite Gegentor kassierte. Interims-Stuttgart-Trainer Wimmer tauschte beim 2:1-Sieg gegen Augsburg die Innenverteidigung komplett aus. In einer neu aufgestellten Abwehr stand zunächst Pascal Stenzel gegen einen starken Plea leer, ehe Neuzugang Konstantinos Mavrapanos mit einem Stellungsfehler gegen Gladbachs Schlussmann Thuram auffiel.

Schwaben wachen spät auf

Der Franzose verwandelte die präzise Vorbereitung seines Landsmanns Plea in sein neuntes Saisontor. Thuram ist aktuell neben Bremens Niklas Fühlkrug und Leipzigs Christopher Nkunku Torschützenkönig der Liga.

Erst jetzt wachte “Stuttgart” auf und spielte stärker und energischer. Noch vor der Pause nutzten die Gäste die Abwehrschwäche von Gladbachs jungem Rechtsverteidiger Joe Scully aus. Immer wieder versuchten die Stuttgarter, ihre Abwehr zu durchbrechen – einmal erfolgreich, als Marvin Friedrich in der rechten Innenverteidigung einen Fehler unterlief. Auch Routinier Toni Janczke konnte sich als Ersatz für den erkrankten Niko Elvedi nicht retten. Die zweite Runde war ausgeglichen. Gladbach spielte gut und konnte dann beim Schlusspfiff das dritte Tor feiern.

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Auch am Freitag gab es ein weiteres Problem beim Einsatz des Video-Schiedsrichters. Nach rund einer Viertelstunde hätte Gladbachs Rami Bensebaini nach einer Ohrfeige gegen Waldemar Anton vom Platz gestellt werden müssen. Schiedsrichter Matthias Jolenbeck zog die Gelbe Karte und blieb nach Beobachtung der Szene am Monitor ebenfalls bei seiner Entscheidung. In der Folge gab es zahlreiche diskussionswürdige Schiedsgerichtsentscheidungen. (best/dpa)

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