Peru: Von indigenen Dorfbewohnern festgesetzte Touristen sind frei

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Touristen, die von indigenen Dorfbewohnern gehalten werden, sind frei

Ein Boot mit Dutzenden von Touristen, die auf dem Amazonas kreuzten, wurde im Norden Perus festgenommen Ein Boot mit Dutzenden von Touristen, die auf dem Amazonas kreuzten, wurde im Norden Perus festgenommen

Ein Boot mit Dutzenden von Touristen, die auf dem Amazonas kreuzten, wurde im Norden Perus festgenommen

Bildnachweis: AFP/ANGELA RAMIREZ

Die Ureinwohner des Dschungels halten im Amazonas Dutzende Touristen an Bord. Unter ihnen ist ein deutscher Tourist. Die Aktion zielt darauf ab, die peruanische Regierung davon zu überzeugen, das Öl aus dem Fluss zu filtern, der die indigene Bevölkerung ernährt.

DTouristen, die von protestierenden Dorfbewohnern im peruanischen Amazonas festgenommen wurden, sind frei. „Mir wurde bestätigt, dass die Schiffe in die Häfen zurückkehren können, von denen sie in See stechen“, sagte Außenhandels- und Tourismusminister Roberto Sánchez am Freitag.

Aus Protest gegen die Untätigkeit der Regierung nach der Ölpest haben Einheimische seit Donnerstag mehrere Boote mit insgesamt etwa 150 Menschen auf dem Fluss Marañón gestoppt und die Passagiere festgenommen. Darunter sei ein Boot mit etwa 70 Touristen aus dem In- und Ausland, darunter ein deutscher Tourist, teilte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin mit. An Bord sollen auch Touristen aus den USA, Spanien, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz sein.

Mit der Verhaftung der Touristen wollten die Dorfbewohner die Regierung davon überzeugen, etwas gegen die Ölpest in der Region zu unternehmen. Aus einer Pipeline des Energiekonzerns Petroperú ist in letzter Zeit mehrfach Öl ausgetreten und hat den Fluss Marañón verschmutzt. Petroperú gab bekannt, dass die Pipeline mehrfach absichtlich beschädigt worden sei. Die peruanische Energieministerin Alessandra Herrera Jara forderte die Achtung der Freizügigkeit, da diese ein verfassungsmäßiges Recht sei.

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Der Dorfvorsteher Wadson Trujillo forderte die Regierung von Präsident Pedro Castillo auf, den Ausnahmezustand in der Gegend auszurufen, um die Ölpest und ihre Folgen einzudämmen. Dies geschieht seit 2014 und die Menschen sind gezwungen, ölverseuchtes Wasser zu trinken und kontaminierten Fisch zu essen. Die Menschen sind darauf angewiesen, sich aus dem Fluss ernähren zu können.

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Nicht nur 1.000 Menschen in seiner Siedlung sind von der Ölverschmutzung betroffen, sondern auch fast 80 andere Gemeinden am Fluss. Das peruanische Gesundheitsministerium testete 2016 Blutproben von Menschen in der Region. Etwa die Hälfte der Tests ergab, dass Cadmium und Quecksilber über den von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Werten liegen. „Kinder haben Gift im Blut. Die Leute haben Bauchschmerzen – jeden Tag“, sagte Trujillo.

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