Slowenien besiegt Deutschland: “Offensiv haben sie mit uns gemacht, was sie wollten”

Slowenien besiegt Deutschland
“Ansturm, sie haben mit uns gemacht, was sie wollten”

Nach der vorzeitigen Qualifikation für die WM 2023 beenden die deutschen Basketballer das Urlaubsjahr mit einer Niederlage. Im letzten Länderspiel des Jahres 2022 ist der EM-Dritte Slowenien minimal unterlegen. Nationaltrainer Gordon Herbert lobt den Kampfgeist einer geschwächten Mannschaft.

Zum Abschluss eines erfolgreichen Jahres kassierten deutsche Basketballer eine Niederlage. Das durch Terminüberschneidungen stark geschwächte Team von Cheftrainer Gordon Herbert verlor am Montagabend in Kopra mit 75:81 (34:41) gegen die Slowenen und musste sich damit mit der zweiten WM-Qualifikationsniederlage begnügen. Deutschland hat sich bereits am Freitag für das Asien-Turnier 2023 qualifiziert.

“Wir haben nie aufgegeben, wir haben weiter gekämpft”, sagte Herbert von Magentasport. Es ging auch nicht um die Einstellung von Leadoff Hitter Christian Sengfelder. „Ich würde nicht sagen, dass es an Motivation gefehlt hat. Aber im Angriff haben sie mit uns gemacht, was sie wollten. Uns hat die körperliche Kraft gefehlt“, räumte der Bamberger Profi ein.

Auch Slowenien kauft sich ein Ticket zur WM

Bester Schütze der Deutschen war David Kremer mit 21 Punkten. Jordan Morgan (22 Punkte, 13 Rebounds) und Ziga Samar (14 Punkte, 12 Assists) spielten hervorragende Angriffe für Slowenien. Da im Februar noch zwei Qualifikationsspiele gegen Schweden und Finnland ausstehen, kämpft Deutschland immer noch um den ersten Platz in seiner Gruppe. Auch für die Slowenen entscheidet sich nun das Ticket zur WM mit einem Heimsieg.

Auch ohne die NBA-Stars um Dallas Mavericks-Leader Luka Doncic, Dennis Schroder und Franz Wagner, die in Nordamerika gerade gebraucht werden, bot das erste Viertel überzeugenden Basketball. Deutschland ging schnell mit 6:2 in Führung und Sengfelders Dunk heizte dem DBB-Team ein. Danach wechselte die Führung: Zunächst gelang den ebenfalls aus der Reserve stark geschwächten Slowenen eine 12:2-Serie, dann passten die Deutschen wieder und führten zur Halbzeit mit 24:16.

Die deutsche Saison ist gut verteilt

Obwohl Cheftrainer Herbert ankündigte, das Spiel trotz der Qualifikation ernst zu nehmen, verteilte er dieses Mal Minuten auf mehr Spieler. Alle zwölf Nominierten waren in der ersten Halbzeit dabei. Beim 94:80-Sieg gegen Finnland am Freitag in Bamberg standen Bronzemedaillengewinner Justus Holatz, der diesmal vorzeitig ausschied, und Zengfelder sowie Kremer im Fokus. Als Ersatzspieler waren diesmal auch Lucas Wank und Gavin Schilling von Beginn an dabei.

Zur Halbzeit führten die Slowenen, die von den halbleeren Rängen eher schwach unterstützt wurden, nach einem starken Schlussspurt mit sieben Punkten Vorsprung. Nach der Einwechslung gaben Herberts Mannen nicht auf, aber Slowenien war diesmal auch ohne Doncic und andere Stars zu stark. Besonders schwach war Deutschland ab der Drei-Punkte-Linie. Der letzte Angriff, bei dem die Gäste bis auf vier Punkte zurückkamen, kam spät.

Auch das Feld wird immer konkreter, bis auf das deutsche Team, das vom 25. August bis 10. September 2023 um eine WM-Medaille kämpfen will. Europameister Spanien hat sich ebenso ein Ticket gekauft wie die Italiener, auch die Letten werden in Asien dabei sein. Neben den Europäern haben sich bereits Neuseeland, Australien und Kanada qualifiziert. Welches Land gegen welches Land spielt, wird erst bei der Auslosung im Frühjahr 2023 bekannt sein. Vier Vorrundengruppen werden auf den Philippinen gespielt, je zwei in Japan und Indonesien. Die Endrunde wird in fast ganz Manila ausgetragen.

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