Sony FE 24-70 mm F2.8 GM II ausprobiert und getestet

in der Hand gehalten

Mit einem Gewicht von 659 g hat das neue FE 24-70 mm F2.8 GM II (SEL2470GM2) weniger Fett an den Rippen als das Vorgängermodell. Knapp 200 g, also 25 %, hat Sony eingespart – eine Gewichtsreduktion, die sich im alltäglichen Umgang mit dem Objektiv bemerkbar macht. Sonys neues Standard-Zoom macht einen starken und wertigen Eindruck, auch wenn Sockel und Innentubus des Objektivs nun aus Kunststoff bestehen.

Ausrüstung SEL24-70GMII

Das FE 24-70mm F2.8 GM II ist mit einem hervorragenden Blendenring ausgestattet.

Sony hat das Gewicht reduziert, aber die Funktionen und die Leistung des SEL2470GM2 reduziert. Da wäre zum Beispiel der bekannte Blendenring von Sonys neuerer Festbrennweite. Entweder es greift in dritten Schritten (und deutlich) oder es läuft ohne Schritte. Ein etwas umständlicher Schalter an der Unterseite des aufgesetzten Objektivs ändert den Modus.

Neu ist auch, dass der Zoomring nicht mehr einrastet. Der bisherige „Lock“-Schalter wurde durch einen Kippschalter ersetzt, der zwischen den Betriebsarten „Smooth“ und „Tight“ umschaltet. Das Smooth hat mir besser gefallen, das Objektiv zoomt mühelos damit, ohne automatisch zu zoomen, wenn die Kamera nach unten schwenkt. Besonders Filmemacher werden sich darüber freuen, dass der Zoomring immer mit dem gleichen Widerstand arbeitet, was das stufenlose Zoomen deutlich erleichtert.

SEL24-70GMII Klickschalter

Die Blendensteuerung des FE 24-70mm F2.8 GM II kann vom dritten Modus in den stufenlosen Modus umgeschaltet werden. Dazu dient der „Klick“-Schalter, den Sony etwas an der Unterseite des Objektivs platziert hat.

Was das FE 24-70mm F2.8 GM II nicht bietet, ist eine optische Bildstabilisierung. Das war bei ersteren jedoch nicht der Fall, und ist bei Zooms in diesem Brennweitenbereich auch nicht üblich. Den Stabilisator habe ich kaum vermisst, schließlich ist der Sensor der spiegellosen 35-mm-Kameras von Sony seit Generationen stabilisiert.

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Wenn es um Features geht, hört Sony nicht einmal bei der Haube des FE 24-70mm F2.8 GM II Objektivs auf. Er ist mit einem automatischen Schloss ausgestattet, sodass er nicht so leicht verloren gehen kann. Sony hat auch an Fotografen gedacht, die einen Polarisationsfilter verwenden möchten. In diesem Fall hat die Gegenlichtblende ein verschließbares Fenster, durch das der aufgesetzte Polfilter justiert werden kann.

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in der Praxis

Was mir gleich aufgefallen ist: Das FE 24-70mm F2.8 GM II fokussiert noch schneller und leiser als die erste Version. Außerdem ist der Fokus sehr genau. Die Abweichung von der voll eingestellten Distanz am langen Ende des Teleobjektivs beträgt maximal fünf Prozent, wie vom CHIP-Testlabor ermittelt. Sonys Zoom kann kein echtes Makroobjektiv ersetzen, aber schon bei etwa 1:3-Vergrößerung sind schöne Nahaufnahmen möglich.

Eine Nahaufnahme des SEL24-70GMII

Das Makroobjektiv ersetzt zwar nicht das FE 24-70mm F2.8 GM II, aber bei knapp 1:3 Vergrößerung sind ansehnliche Nahaufnahmen möglich.

Der Fokusring des FE 24-70mm F2.8 GM II ist nicht mechanisch gekoppelt, sondern überträgt Steuerbefehle an die Stellmotoren. Dadurch lässt sich das Objektiv manuell mit der gewünschten Genauigkeit fokussieren, da der geschlossene Ring auf die Geschwindigkeit seiner Rotation reagiert. Allerdings läuft es für meinen Geschmack zu leichtgängig, sodass manuelles Fokussieren eine sehr ruhige Hand erfordert.

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Das FE 24-70mm F2.8 GM II ist mit seinem flüsterleisen Autofokusantrieb ideal für Videoaufnahmen. Ebenfalls gut: Das Objektiv atmet kaum Schärfe, ist einmal eine Entfernung eingestellt, ändert sich diese beim Zoomen kaum.

Bildqualität

Reduziertes Gewicht und Blendenring – Sony hat die Handhabung des neuen FE 24-70mm F2.8 GM II spürbar verbessert. Kann die Bildqualität beibehalten werden?

Sony scheint mit seinem neuen Objektiv einem Muster zu folgen, das bereits bei anderen Herstellern zu erkennen ist: Digital korrigierbare Abbildungsmerkmale haben keine hohe Priorität. Stattdessen stehen in der Entwicklerspezifikation nicht oder nur schwer veränderbare optische Eigenschaften im Vordergrund – etwa das Bildschirm-Bokeh oder die Vermeidung von Farblängsfehlern, aber auch die Unempfindlichkeit gegenüber Flares und Lens Flares.

Bokeh_100Crop

Das FE 24-70mm F2.8 GM II erzeugt ein Bokeh (hier ein 100% Ausschnitt aus dem Foto unten), das fast das Niveau einer guten Festbrennweite erreicht.

Und so zeigt sich das FE 24-70mm F2.8 GM II in Sachen Bokeh von seiner besten Seite. Der Zoom gibt unscharfe Glanzlichter etwa auf dem gleichen Niveau wieder wie eine Festbrennweite. Die Reproduktion ist unglaublich glatt und gleichmäßig, es gibt keine störenden Samen oder Zwiebelringe. Möglich machen dies die von Sony entwickelten XA-Objektive, die eine sehr glatte Oberfläche haben. Außerdem sorgen XA-Brillen dafür, dass das sogenannte CA-Bokeh nicht auftritt.

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