Telefónica verspricht unter bestimmten Bedingungen flächendeckenden 5G Mobilfunk

Geschäft Ausbau des Mobilfunknetzes

Telefónica verspricht unter bestimmten Bedingungen landesweiten 5G-Mobilfunk

Thomas Heuzeroth

Mobilfunkantenne 5G Mobilfunkantenne 5G

Mobilfunkantenne 5G

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Markus Haas, Chef von Telefónica Deutschland, beklagt immer wieder die hohen Preise bei Frequenzauktionen. Damit stünden keine Mittel mehr für den Netzausbau zur Verfügung. Jetzt macht er Politikern ein Angebot. Dafür stellt sie aber weitreichende Forderungen.

TElefónica-Chef Markus Haas bietet der Politik eine lückenlose Versorgung mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G in Deutschland. „Wir wären bereit, 5G im Milcheimer anzubieten, also jede Station in allen Segmenten mit 5G aufzurüsten und überall verfügbar zu haben. Das ist unser Angebot“, sagte Haas im Interview mit WELT AM SONNTAG. Voraussetzung ist allerdings, dass das Nutzungsrecht an den Frequenzen verlängert wird und nicht um hohe Summen geboten wird.

Telekommunikationsunternehmen beklagen immer wieder die hohen Preise bei Frequenzauktionen. Damit stünden keine Mittel mehr für den Netzausbau zur Verfügung. Kürzlich dementierte jedoch der Leiter der Monopolkommission, Jürgen Kühling, einen solchen Zusammenhang.

Telefónica-Chef Haas sieht das anders und verweist auf Erfahrungen in Europa: „Die Länder mit den niedrigsten Frequenzkosten haben mit Abstand die beste Netzqualität“, sagte er und bezog sich dabei auf Länder wie Schweden, Norwegen, Finnland und die Schweiz. In diesen Ländern herrscht die gleiche Wettbewerbsintensität wie in Deutschland. “Wir teilen die Schlussfolgerung der Monopolkommission nicht.” In Deutschland hat die Bundesnetzagentur die gesetzliche Möglichkeit, Frequenzrechte auch im Knappheitsfall zu verlängern, anstatt sie zu versteigern. – Das ist ein besserer Weg.

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Am Montag muss Haas dem Beirat der Bundesnetzagentur erläutern, inwieweit sie die in der letzten Frequenzauktion des Jahres 2019 zugesagten Ausbauzusagen bis Ende des Jahres erfüllen kann. Er widerspricht Berichten in WELT AM SONNTAG, dass die Gruppe in Verzug ist. „Wir treffen Ziele“, sagte er.

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Die Daten dafür hat Telefónica vergangene Woche bei der Netzagentur eingereicht. „Mit Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde sind wir in den USA auf dem Einstiegsniveau. Wir haben letzte Woche einen Antrag auf 5G-Ausbau im letzten verbleibenden Zustand abgeschlossen.“

Bis Ende 2024 will sie das Gebiet flächendeckend in Deutschland haben. Hier hilft auch der gemeinsame Ausbau mit unseren Wettbewerbern. In großen weißen Flächen erlauben sich Netzbetreiber gegenseitig den Zugang zu Mobilfunkmasten.

Gleichzeitig sucht Haas nach weiteren Frequenzen für den Mobilfunk, insbesondere wenn 1&1 der neue und vierte Netzbetreiber in Deutschland wird. “Man darf nicht vergessen, dass die jetzt genutzten Frequenzen die Lastesel sind, auf denen die meisten Datendienste an die 82 Millionen Menschen in Deutschland geliefert werden.”

„Hätten wir auf Verleger gehört, würden wir immer noch in der Steinzeit des Mobilfunks leben“

Mobilfunkbetreiber brauchen heute tatsächlich mehr Frequenzen. „Wenn ich den für drei Bieter zu kleinen Kuchen auf vier aufteile und den Bietern gleichzeitig über eine Auktion Investitionsgelder entziehe, wird es für alle Nutzer schlechter.“

Mindestens einer der Netzbetreiber wäre dann nicht mehr in der Lage, die bestehende Versorgung für Millionen Menschen vollständig aufrechtzuerhalten. Der Kuchen muss also größer werden. “Wir brauchen mehr Frequenzen, zum Beispiel 600 Megahertz.” Diese Frequenzen werden derzeit vom Funk und zur drahtlosen Übertragung durch Mikrofone bei kulturellen Veranstaltungen genutzt. Von dort regt sich Widerstand gegen die Forderungen der Mobilfunkbetreiber.

Der Telefónica-Chef nennt Frequenzen im Bereich von 700 und 800 Megahertz, die sich in der Vergangenheit auch vom Hörfunk in den Mobilfunk verlagert haben. “Hätten wir damals auf Verleger gehört, würden wir heute noch in der Steinzeit des Mobilfunks leben.”

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