Work-Life-Balance: Wie das Homeoffice akademische Arbeitszeiten verändert hat

Flexible Arbeitsplätze, wie die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, haben die Work-Life-Balance für Akademiker auf der ganzen Welt verbessert. Die Arbeitsbelastung bleibt jedoch hoch. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Online-Magazins „Times Higher Education“, an der sich im September 2021 rund 1.200 Hochschulangehörige aus mehr als 70 Ländern beteiligten, die meisten davon aus Europa. Zu den Befragten gehörten wissenschaftliches und nicht-wissenschaftliches Personal.

Demnach sehen 79 Prozent der Befragten eine Verbesserung ihrer Work-Life-Balance durch die in Zeiten der Pandemie häufiger gewordenen flexiblen Arbeitsmodelle. Diese wurden allerdings unterschiedlich stark genutzt: Während 23 Prozent der Befragten noch fünf Tage pro Woche an der Hochschule verbrachten, besuchten fast ebenso viele (26 Prozent) nur drei Tage die Woche. Andere Befragte arbeiteten entweder sogar am Wochenende vor Ort oder arbeiteten sogar die meiste Zeit im Home Office. Naturwissenschaftler arbeiten meist in der Universität – analog zu ihrer Arbeit im Labor.

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Wenig Einfluss auf die Arbeitszeit, die häufig die vertraglich vereinbarte Stundenzahl übersteigt, haben laut Umfrage jedoch die veränderten Arbeitsorte. 23 % der Befragten arbeiteten mehr als zehn Stunden am Tag und weitere 26 % arbeiteten zwischen 9 und 10 Stunden. Ein Viertel der Befragten gab zudem an, samstags und sonntags regelmäßig mehr als fünf Stunden zu arbeiten. Im Vergleich zur Situation vor drei Jahren gaben 41 Prozent an, ihre Arbeitszeit insgesamt erhöht zu haben, während nur 12 Prozent angaben, weniger zu arbeiten.

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Eine große Mehrheit der Befragten nahm ihre Arbeit aufgrund der hohen Arbeitsbelastung und der (besagten) notwendigen Erreichbarkeit auch mit in den Urlaub. Infolgedessen äußerten viele Bedenken hinsichtlich ihrer psychischen Gesundheit. Allerdings sind die Sorgen um ihren Arbeitsplatz in der Regel größer. 44 Prozent der Befragten gaben an, dass sie das College aufgrund ihrer Arbeitsbelastung wahrscheinlich in den nächsten fünf Jahren verlassen würden. Im Vergleich zu nicht-akademischen Arbeitsplätzen stimmte genau die Hälfte der Befragten zu, dass die meisten ihrer Freunde eine bessere Work-Life-Balance zu genießen scheinen als sie.

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