Xi sorgt für Kursverluste: Ausländer fliehen aus Chinas Aktienmärkten

Xi zerstört Bäume
Touristen fliehen von chinesischen Märkten

Von Jan Ganger

Chinas Handel befindet sich in einer Notlage. Vor allem technische Positionen verlieren stark. Der Grund: Präsident Xi hat seine Macht gefestigt und seine Gegner ins Abseits gedrängt.

Chinas Aktienmärkte bauen Verluste ab, die sie am Montag erlitten haben. Außerdem gingen die Leitindizes in Shanghai und Hongkong heute unverändert aus dem Handel – zu Wochenbeginn waren sie im Minus. Zahlen zufolge verlor Hongkongs Hang Seng 6,4 Prozent, der schlimmste Tagesverlust seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2008. Der Shanghai Composite fiel um 2 Prozent.

Hang-Seng-Index
Hang-Seng-Index 15.165,59

Alle Indizes hatten in diesem Jahr bereits am meisten verloren. In Shanghai ist sie bisher um mehr als 18 Prozent gesunken, in Hongkong um etwa 35 Prozent. Der Grund für den jüngsten Kursverfall: Staats- und Parteichef Xi Jinping hat seine Macht gefestigt und potenzielle Gegner und Mitläufer ausgeschaltet. Dies deutet darauf hin, dass Xi seine ideologiegetriebene Politik auf der Grundlage des Wirtschaftswachstums fortsetzen wird.

Ausländer beteiligen sich hauptsächlich an chinesischen Aktien. Laut Bloomberg, einer Finanzseite, verkauften sie am Montag Offshore-Handel im Wert von 2,5 Milliarden Dollar – der höchste Wert seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2016.

Zwei Entscheidungen von Xi sind die größte Bedrohung für Investoren: seine Null-Covid-Strategie und die starke Regulierung von Unternehmen, insbesondere im Technologiebereich.

Tech-Aktien fallen im Kurs

Xi hat in der Volksrepublik eine Null-Covid-Politik angeordnet, in der Epidemien sofort bekämpft und alle Provinzen geschlossen werden. Dadurch wird die Wirtschaft zerstört. Im Moment sieht es nicht so aus, als würde Xi das Vorgehen verlangsamen.

Darüber hinaus will Xi sagen, dass die Kommunistische Partei die gesamte Macht hat, die sie im privaten Sektor führt. Dies zeigt sich besonders in der Technologiebranche, die ständig neue Gesetze und Vorschriften verfolgt. Infolgedessen haben Unternehmen wie die Internetgiganten Alibaba, Tencent, Meituan, JD.com und Pinduoduo bei Investoren stark an Interesse verloren, und die Aktienkurse der schwersten im Markt sind weit unter ihre historischen Rekorde gefallen.

Einige Anleger bleiben jedoch optimistisch: „Der Ausverkauf chinesischer Aktien am Montag entspricht nicht den Anforderungen und bietet Anlegern eine Chance“, so die Analysten der US-Bank JPMorgan. „Wir glauben, dass dies eine gute Gelegenheit ist, das erwartete Wachstum, die allmähliche Reduzierung von Covid, zu ergänzen und Investitionen und Erträge anzukurbeln.“

Einige Anleger sind jedoch vorsichtig. Mit Xis Fokus auf „gemeinsame Entwicklung“ – also gegen den allgemeinen Wohlstand der Menschen – bleiben große Unternehmen anfällig, sagte IG-Analyst Yeap Jun Rong. Dies wird viele Investoren veranlassen, sich von großen chinesischen Unternehmen fernzuhalten.

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